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Christiana

Ein Schwede in Oberösterreich

Eine Bereicherung

Das Leben als Gastfamilie
YFU Austria:

Warum habt ihr euch entschieden ein Gastkind aufzunehmen?

Christiana:

Wir haben schon immer ein offenes, eher tolerantes Haus geführt. Ein "Ausländer" ist immer eine Bereicherung, wenn er an unserer Kultur und unserem Familienleben interessiert ist. So sind wir auch an seiner Herkunft und Kultur interessiert.

17. Geburtstag von Oskar, daneben unserer Sohn Wendelin und seine Braut Kerstin
YFU Austria:

Erzählt eine Anekdote aus dem Alltag mit eurem Gastschüler!

Christiana:

Oskar musste erst ein wenig die Umgangsformen lernen, z.B. darf man bei uns die Lehrer nicht mit "Du" oder mit dem Spitznamen ansprechen - das hat er in der Schule gelernt.

YFU Austria:

Was hat euer Gastkind am Anfang am Zusammenleben verwundert?

Christiana:

Ich glaube, dass das Familienleben für ihn anders ist als zu Hause.

YFU Austria:

Was hattet ihr für Vorstellungen von eurem neuen Familienmitglied? Was hat sich bewahrheitet, was war anders?

Christiana:

Wir hatten eine Vorstellung von einem unkomplizierten jungen Mann, der sich wahrscheinlich gut in unsere Familie einfügen würde - das hat sich bewahrheitet.

YFU Austria:

Wie sind die Rollen in der Familie verteilt? Welchen Platz nimmt euer Gastkind ein?

Christiana:

Oskar ist in unserer Familie gut integriert, er ist unser neues Familienmitglied geworden. Auch unsere Söhne Maximilian und Sebastian haben sich sehr um seine Peer-Group-Integration gekümmert. Bisher glaubten wir, dass unsere beiden jüngsten Söhne die schlampigsten Familienmitglieder sind. Jetzt wissen wir, dass sie sich schon sehr gut entwickelt haben. Oskar hat´s mit der häuslichen Ordnung nicht so ganz, aber es hält sich in Grenzen, wir können damit leben.

YFU Austria:

Wann hat sich der Alltag mit eurem Gastkind eingestellt? Woran habt ihr das gemerkt?

Christiana:

Wir haben uns daran gewöhnt, dass Oskar große Mengen laktosefreier Milch benötigt und genauso gerne Fleisch isst wie unsere Söhne.

YFU Austria:

Was macht eure Familie typischerweise gemeinsam? Wie hat die Aufnahme eines Austauschschülers das verändert?

Christiana:

Das Wochenendleben ist ein Punkt mit gemeinsamen Aktivitäten. Unter der Woche sind die Fixpunkte der Morgen, die Abendjause und das dazugehörige Gespräch.